Schüler im Chefsessel

Erstellt am 19.1.18. Kategorien: Ebersberger Zeitung, Hallo Ebersberg, Lokalberichte

Schon seit einigen Jahren gibt es am Humboldt-Gymnasium Vaterstetten ein sehr interessantes Projekt für die Oberstufe namens „Schüler im Chefsessel.“ Es ermöglicht den teilnehmenden Jugendlichen einen spannenden Einblick in die Arbeitswelt, insbesondere aus Sicht einer Führungskraft. Und oft können dabei sogar schon Kontakte zu einem möglichen späteren Arbeitgeber geknüpft werden.

Das Projekt beginnt mit einer Bewerbungsphase in der elften Jahrgangstufe: Die Schülerinnen und Schüler müssen sich mit einem Motivationsschreiben für die Teilnahme bewerben. Anfang der zwölften Jahrgangstufe findet dann an einem Wochenende für die ausgewählten Teilnehmer ein Workshop zur Persönlichkeitsentwicklung statt. Mit Trainern aus der Berufswelt erarbeiten die Jugendlichen verschiedene Themengebiete, z.B. wo liegen meine Stärken und Schwächen? Wie präsentiere ich mich am besten? Auftreten und Rhetorik werden anhand von Rollenspielen und Gruppenarbeiten trainiert. Gern geübt wird auch das berühmte Fahrstuhlgespräch, bei dem folgendes Szenario durchgespielt wird: Der neue junge Mitarbeiter steht zufällig mit dem Chef allein im Fahrstuhl und hat nun ca. 30-60 Sekunden Zeit, sich dem Chef vorzustellen und einen möglichst positiven, bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Eine spannende Sache!

Die Besten aus diesem Wochenend-Workshop haben dann die Chance, tatsächlich mal einen Tag im Chefsessel zu verbringen bzw. einen Chef einen Tag lang zu begleiten. Dafür arbeitet das Humboldt-Gymnasium, insbesondere sein rühriger Förderverein, mit Betrieben aus den verschiedensten Branchen zusammen.

Auch die diesjährigen Zwölftklässler haben wieder in großer Zahl an dem Projekt teilgenommen. Und sie haben sich zum Abschluss etwas Besonderes einfallen lassen, nämlich eine Küchenparty für „ihre“ Chefs, die Trainer und die beteiligten Lehrkräfte. Wie man hört, kam das leckere Drei-Gänge-Menü bei allen Beteiligten hervorragend an.

Die Fotos für die beiden Zeitungsberichte wurden mir von Daniela Peter, Lehrerin am Humboldt-Gymnasium, zur Verfügung gestellt.

 

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