Bayrisch-kroatische Freundschaft

Erstellt am 24.11.16. Kategorien: Ebersberger Zeitung, Hallo Ebersberg, Lokalberichte

Seit gut sieben Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen dem oberbayrischen Vaterstetten und dem kroatischen Trogir nun schon. Auf den ersten Blick könnten beide Orte kaum unterschiedlicher sein: Hier die typische Vorstadtgemeinde im Osten Münchens, dort die mediterrane Stadt mit der wunderschön erhaltenen Altstadt, deren Ursprung auf das 4. Jahrhundert zurückgeht und die mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Doch beide Orte verbindet eine große Herzlichkeit und ein ungeheures Engagement, was die Partnerschaft angeht. Davon zeugen jährlich mehrere gegenseitige Besuche und die gemeinsame Teilnahme an Festen und Kulturveranstaltungen.

Dass Liebe auch durch den Magen geht, stellten nun die „Tage der Trogirer Küche“ im Lokal Purfinger Haberer unter Beweis. Dessen Wirt Maximilian Mack betreibt die Gaststätte in der sechsten Generation, hat sie mit viel Feingefühl modernisiert und dabei doch auch stets die alteingesessenen Stammgäste im Blick. Außerdem hat Mack von Anfang an die drei Städtepartnerschaften Vaterstettens unterstützt, denn es gibt hier Rotwein aus Trogir, Roséwein aus der französischen Partnerstadt Allauch und Kaffee aus Äthiopien, wo Vaterstettens dritte Partnergemeinde Alem Katema liegt.

Ein Wochenende lang bekam Mack nun Unterstützung aus Kroatien, genauer gesagt vom Team des Trogirer Hotels Pašike. Marko und Maria Hell hatten ihren Küchenchef, Servicepersonal und eine reichhaltige Auswahl an Zutaten mit nach Bayern gebracht, um direkt vor Ort authentische kroatische Küche anbieten zu können. Musikalisch begleitet wurde der Eröffnungsabend von der Klapa Croatia, dem traditionellen kroatischen Männergesang, der mit seinen kräftigen Stimmen beeindruckte. Zudem wurden die Wände im Nebenraum des Haberer von Werken des kroatischen Malers Šime Vlahov geziert. Lustig: zwischen all seinen Bildern von mediterranen Orten und Landschaften hing auch ein Bild vom Münchner Viktualienmarkt, das sich in seiner fröhlich-bunten Ausstrahlung perfekt in das sonstige Repertoire des Künstlers einfügte. Kein Wunder, schließlich lebt Vlahov schon seit Jahrzehnten in München. Einige Eindrücke:

Und hier noch die dazu erschienenen Zeitungsberichte. Leider können die Drucker des Münchner Merkur wohl keine Sonderzeichen, weshalb aus dem Hotel Pašike das Hotel Paike wurde:

 

Viele weitere Bilder gibt es in einer Diaschau auf der Homepage der Partnerschaft Vaterstetten-Trogir.