Ich war jung und hatte das Geld

Erstellt am 21.6.17. Kategorie: Dies & Das

Nein, nicht ich bin gemeint, sondern so lautet der Titel des neuen Buches von Sebastian Lehmann. Aus diesem Buch las er gestern Abend im Vereinsheim in München-Schwabing und ich durfte dank eines Gewinnspiels des Goldmann-Verlages mit dabei sein – was mich umso mehr freute, als ich wirklich schon lange mal ins Vereinsheim wollte, das ich bisher nur aus dem Fernsehen kannte. Bislang hatte ich es aber leider nie geschafft, weil immer etwas dazwischen kam.

Gestern, an einem herrlich warmen Sommerabend, war es also endlich soweit. Der Abend begann mit einem entspannten Essen vor dem Lokal, mit Blick auf die Occamstraße und die dort flanierenden Menschen. Erst kurz vor Beginn der Lesung zogen die Zuhörer nach innen um, wo es noch ein paar Grad wärmer war als draußen. So manch einer wünschte sich zunächst vielleicht noch sehnsüchtig an den Badesee oder in den Biergarten, doch Sebastian Lehmann verstand es hervorragend, sein Publikum von Beginn an zu begeistern.

In „Ich war jung und hatte das Geld“ widmet er sich verschiedenen Jugendkulturen, vorrangig aus den 90er Jahren. Die Kapitel beginnen also allesamt mit „Wie ich einmal… Hippie / Gangsta-Rapper / Skater / Junge Union-Mitglied / Cosplayer usw. war“ und schildern die (eher negativen) Erfahrungen, die der Autor gemeinsam mit seinen Freunden dabei machte. Dazwischen amüsierte er seine Zuhörer mit der Wiedergabe von Telefonaten mit seinen Eltern oder berichtete aus dem Leben mit seiner Freundin und deren fetter Katze. Besonders witzig: Lehman hatte sich einige bekannte Songs der 90er und von heute ausgesucht, deren Texte mit Hilfe von Google Translator übersetzt und das Ganze in einen lyrischen Rahmen gesetzt. Zum Schreien komisch, wie er zum Beispiel Britney Spears’ „Ooops, I Did It Again“ auf diese Weise interpretierte!

Witziges Detail am Rande: Dieser Beleuchtungsplan einer anderen Veranstaltung hing neben unserem Platz an der Wand des Vereinsheims – sehr aufschlussreich, wie ich finde! Vor allem die Bemerkungen links und rechts unten 😉

Das durchaus gemischte Publikum hatte jedenfalls seinen Spaß und auch mir hat es wirklich gut gefallen. Nochmals ganz herzlichen Dank an den Goldmann-Verlag für diesen Gewinn!