Im Schokoladenparadies

Erstellt am 9.2.19. Kategorie: Dies & Das

Heute haben mein Mann und ich ein Weihnachtsgeschenk eingelöst, das wir von unseren Söhnen bekommen haben: Einen Gutschein über eine Betriebsbesichtigung der Confiserie Dengel in Rott am Inn.

Unsere Söhne haben solch eine Führung schon vor einigen Jahren einmal gemacht, zusammen mit den Ministranten unserer Pfarrei. Davon haben sie uns so vorgeschwärmt, dass ich das seitdem unbedingt auch einmal machen wollte. Und spätestens, seit ich den Roman „Die Schokoladenvilla“ gelesen habe, hat sich dieser Wunsch noch intensiviert. Heute war es nun endlich soweit. Da man während der Führung aber nicht fotografieren darf, müssen zwei Vorher-Fotos genügen:

In unserer Gruppe waren knapp 20 Personen, vor allem Familien mit Kindern, auf die unsere Führerin sehr nett eingegangen ist. Wie man auf dem Foto sieht, mussten wir für die Führung Schutzkleidung anziehen. Auch unsere Hände mussten wir waschen und desinfizieren. Dann ging es endlich los und wir erfuhren allerhand Wissenswertes, z.B. dass die Kakaobohnen für die Dengel-Schokolade aus Kolumbien stammen, der fair gehandelte Zucker aus Paraguay und die Milch von sternenfair aus der Region, was ich besonders gut finde, denn auch ich kaufe diese Milch, die Bauern einen fairen Milchpreis garantiert. Darauf legt auch die Firma Dengel großen Wert, die zudem in Südamerika noch mehrere soziale Projekte unterstützt. Außerdem wird auf chemische Konservierungsstoffe verzichtet, weshalb die Dengel-Schokolade auch „nur“ ca. sechs bis acht Monate haltbar ist. Aber mal ehrlich: So lange hat bei uns sowieso noch keine Schokolade gehalten!

Auf unserer Tour durch die Produktionsräume erfuhren wir, dass die Firma heute ca. 120 Mitarbeiter beschäftigt und neben Schokoladetafeln aller Art vor allem Schoko-Hohlkörper in allen nur erdenklichen Formen produziert. Momentan sind natürlich vor allem Osterhasen an der Reihe, aber es gibt noch so vieles mehr, z.B. Werkzeuge, Musikinstrumente, PC-Tastaturen, Autos, garantiert vegane Schweinshaxn und und und… Einen kleinen Einblick bekommt man im Online-Shop.

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Pralinen und von denen durften wir auf unserer Tour sehr reichlich probieren: „Garmischer Bergspitzen“, „Rosenheimer Marzipan und Trüffel“, Schichtnougat, Himbeer-Nougat, Marzipan, Knusperschokolade, Champagnertrüffel und vieles andere mehr. Absolut lecker! Sehr viele Arbeitsschritte werden noch von Hand gemacht, beispielsweise das Verzieren der Pralinen und auch das Verpacken. Die Versandabteilung liefert nicht nur an die vielen Dengel-Filialen in der Region, sondern verschickt auch Waren in ganz Deutschland und ins benachbarte Ausland. Übrigens: Wer Pralinen kauft, auf denen beispielsweise die Namen Schuhbeck oder Dallmayr stehen, könnte tatsächlich eine Praline der Confiserie Dengel erhalten, die im Auftrag hergestellt wurde. Und wer sich selbst einmal in der Pralinenherstellung versuchen möchte, kann hier auch einen entsprechenden Kurs besuchen (das steht nun auch auf meiner Wunschliste).

Am Ende der 45-minütigen Führung besuchten wir natürlich noch den angrenzenden Genießerladen, der diesen Namen absolut zu Recht trägt, denn hier gibt es wirklich alles, was das Schokoladenherz begehrt! Im Eintritt zu unserer Führung war auch ein Gutschein für ein süßes Extra aus diesem Laden enthalten. Wir erwarteten ein Mini-Täfelchen (und hätten uns auch darüber schon gefreut), tatsächlich erhielten wir aber jeweils eine große Papiertüte mit mehreren verschiedenen Schokoladentafeln. Mmmmh!

Und es gab noch einen weiteren Gutschein, der uns wenige hundert Meter weiter zum Dengel-Besucherpark führte. Bis vor knapp drei Jahren befand sich dort neben einem Café mit angrenzendem Spielplatz ein Dengel-Genießerladen, in dem wir auch schon einige Male eingekauft hatten, wenn wir in der Gegend waren (mit Felix’ französischem Austauschschüler hatten wir sogar einmal extra auf einem Ausflug einen Stopp dort eingelegt). Mittlerweile ist dort aber ein anderer Laden, der sich „Genuss von Dahoam“ nennt. Hier gibt es unter einem Dach die verschiedensten Köstlichkeiten von mehreren regionalen Anbietern, u.a. Brot, Mehl, Milchprodukte, Nudeln, Marmeladen, Pestos, Öle, Säfte, Bier, Tee, Kaffee und vieles andere mehr. Mich hat dieser Laden vom Konzept her sofort an den Roman „Kräuter der Provinz“ erinnert, schließlich geht es darin um eben genau solch einen Laden, in dem die regionalen Erzeuger gemeinsam ihre Kräfte bündeln können. Eine tolle Idee!

Nun sind wir satt, zufrieden und mit vollen Einkaufstüten nach Hause zurückgekehrt, wo uns heute Abend der zweite Teil unseres Weihnachtsgeschenks – das Dinner, gekocht von unseren Söhnen – erwartet. Was für ein wunderbarer Tag 🙂