Die beiden historischen Romane „Montmartre – Licht und Schatten“ (Band 1) und „Montmartre – Traum und Schicksal“ (Band 2) von Marie Lacrosse gehörten im vergangenen Jahr zu meinen Lesehighlights. Im Oktober habe ich die Autorin Marita Spang (so ihr echter Name) auf der Frankfurter Buchmesse getroffen und da verriet sie mir schon, dass sie Ende Januar zu einer Lesung in die Gemeindebücherei Unterhaching kommen wird. Unterhaching ist eine Gemeinde im Süden von München und da die Autorin selbst in Bad Kreuznach lebt und auch eher in der dortigen Region Lesungen anbietet, war für mich klar: Wenn sie schon mal in der Nähe von München ist, dann muss ich da unbedingt hin! Denn ich war noch nie auf einer Lesung dieser Autorin, das sollte sich nun endlich mal ändern.
Zusammen mit meiner Freundin Alexandra traf ich eine halbe Stunde vor Beginn an der wunderschönen, sehr hell und freundlich gestalteten Bücherei ein. Wir mussten noch etwas draußen warten, konnten die Autorin aber bereits durch die Glastür sehen und uns schon mal zuwinken. Als die Türen schließlich geöffnet wurden, sicherten wir uns gleich die besten Plätze in der ersten Reihe.
In der ersten Hälfte der Lesung gab Marita Spang zunächst einen Überblick über die Dilogie und erzählte anhand einer Power Point-Präsentation etwas mehr über die Hauptfiguren ihrer Geschichte sowie die drei Hauptthemen der Bücher: Die Künstlerszene zum Ende des 19. Jahrhunderts in Paris, die Varietés, vor allem das Moulin Rouge, und die Rolle der Frauen zur damaligen Zeit in der Kunst, in der Gesellschaft ganz allgemein und insbesondere in der Ehe.
Außerdem las Marita Spang zwei Passagen aus dem zweiten Band und lieferte dazu viele interessante Hintergrundinformationen.
Ich fühlte mich gleich auf wundersamste Weise in unseren herrlichen Paris-Urlaub im vergangenen Jahr zurückversetzt! Umso mehr, als das Büchereiteam uns in der Pause mit französischem Käse, Baguette, kleinen Quiches und leckeren Macarons verwöhnte. Es hätte auch französischen Wein gegeben, ich blieb aber beim Wasser, weil wir für dem Heimweg eine halbe Stunde Autofahrt vor uns hatten. Am Morgen hatte es noch geschneit, ich rechnete daher mit Straßenglätte und wollte kein Risiko eingehen.
In der zweiten Hälfte las Marita Spang noch eine weitere Passage, gab auch dazu viele spannende Erläuterungen und verriet am Ende etwas über ihre kommenden Veröffentlichungen. Im Juni 2026 wird der dritte Band ihrer Canterbury-Krimireihe erscheinen, die sie unter dem Pseudonym Tessa Duncan schreibt. Außerdem arbeitet sie bereits am nächsten historischen Roman, der unter dem Namen Marie Lacrosse erscheinen und diesmal in ihrer Heimatstadt Bad Kreuznach spielen wird, was ihr die Recherche ein wenig einfacher macht oder zumindest die Wege deutlich kürzer. Darauf bin ich schon jetzt sehr gespannt.
Im Anschluss gab es noch die Gelegenheit, die mitgebrachten oder vor Ort gekauften Bücher signieren zu lassen. Auch für ein gemeinsames Erinnerungsfoto blieb noch Zeit, bevor wir uns glücklich wieder auf den Heimweg machten.








