Der mallorquinische Geliebte

Erstellt am 10.10.16. Kategorie: Buchrezensionen
„Der mallorquinische Geliebte“
von Valerie Menton
Bewertung
★★☆☆☆
Verlag Tolino Media
Buchform eBook
Erschienen Mai 2015
Seiten 378
Erhältlich bei Buchladen Vaterstetten

An sich eine gute Story, aber ein fähiges Lektorat / Korrektorat hätte diesem Buch ganz sicher nicht geschadet!
„Komm wir essen Opa – Satzzeichen können Leben retten“, an diesen Spruch musste ich auf wirklich jeder Seite dieser Lektüre denken. Aber nicht, weil die Autorin an Kommata gespart hätte, sondern eher im Gegenteil, es gab derer viel zu viele, leider aber auch an Stellen, wo sie absolut nicht hingehören. Und das machte das Lesen häufig etwas beschwerlich, weil man den jeweiligen Satz oft zweimal lesen musste, um den Sinn zu erfassen.

Den Unterschied zwischen „das“ und „dass“ scheint Frau Menton leider auch nicht zu kennen. Und kann ihr bitte mal jemand erklären, dass die Farbe nicht „schmaragdgrün“ heißt? Gleich dreimal kommt dieser Fehler im Buch vor! An manchen Stellen wechselt sie zwischen Gegenwarts- und Vergangenheitsform, zum Teil sogar innerhalb eines Satzes. Und zweimal wechselt sie für einen Absatz aus der sonst üblichen 3. Person als Erzählperspektive in die Ich-Form. Ganz ehrlich, so viele Fehler können einem das Lesen echt vermiesen!

Dabei hat die Story durchaus Potential: Karo erhält einen sehr gefühlvollen Liebesbrief, der aber nicht an sie gerichtet ist, sondern an ihre kürzlich verstorbene Tante Caroline. Weil ihre Mutter sich beharrlich weigert, ihr mehr über die Tante zu erzählen, macht Karo sich schließlich auf eigene Faust auf den Weg nach Mallorca, um dort den Geliebten ihrer Tante ausfindig zu machen. Sie will ihm die Nachricht von deren Tod selbst überbringen und zwar so schonend wie nur möglich. Leider misslingt dieses Vorhaben recht gründlich und bald findet sich Karo inmitten tödlicher Intrigen wieder.

Fazit: Bitte nochmal einen guten Korrektor bemühen, dann ist dieser Roman top!