| „Happy Bavaria - Obgmurkst“ | |
| von Stephanie Schuster | |
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Bewertung
★★★☆☆
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| Verlag | Gmeiner |
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| Buchform | Softcover, E-Book |
| Erschienen | September 2026 |
| Seiten | 368 |
| Erhältlich bei | genialokal.de |
Ich freute mich riesig, als der Gmeiner-Verlag mich auf der Frankfurter Buchmesse zu einem Blogger*innentreffen mit den Autorinnen Martina Parker und Stephanie Schuster einlud und dazu bereits im Vorfeld deren aktuelle Bücher als E-Book-Rezensionsexemplare verschickte. Ich bin ja ohnehin ein großer Fan der Krimis von Martina Parker, hingegen war mir Stephanie Schuster bisher vor allem als Autorin von historischen Romanen ein Begriff. Mit „Happy Bavaria“ startet sie nun beim Gmeiner-Verlag eine neue Krimireihe. Zu der Zeit, als ich das E-Book erhielt, fand in München gerade das Oktoberfest statt und ich dachte, das könnte die passende Lektüre sein, auch wenn der Krimi nicht direkt in München spielt, aber immerhin ganz in der Nähe am Starnberger See.
Dort lebt die toughe Kommissarin Sophie Halbritter mit ihrem Mann Muck, einem Schreiner und Landwirt. Während die Menschen im Ort Sophie als Polizistin eher zurückhaltend begegnen, ist der leutselige Muck jemand, dem alle gerne ihre Sorgen und Nöte anvertrauen. So gelangt er an Kenntnisse, mit denen er die Ermittlungen seiner Frau gut unterstützen könnte – theoretisch jedenfalls.
Endlich schaffen es Sophie und Muck, mal wieder gemeinsam auszugehen. Sie sind eingeladen zur Eröffnung des „Sisi-Bräu“, eines Lokals, das die rüstige Seniorentruppe „Gemeinsam dabeisein“ mit Mucks Hilfe renoviert hat und nun mit neuem Leben füllen will. Doch die Party endet jäh, als eine bekannte TV-Moderatorin plötzlich tot am Tisch zusammenbricht, offensichtlich vergiftet. Sophie beginnt zu ermitteln und stößt in ein Wespennest an Intrigen. Nicht nur die Tiroler Mafia scheint ihre Finger mit im Spiel zu haben, auch die Senioren haben einiges zu verbergen … und Muck, der um das Geheimnis der Best-Ager weiß, sitzt zwischen allen Stühlen.
Als ich das Buch begonnen habe, war ich irritiert, denn es las sich so, als sollte ich die Protagonisten alle längst kennen, eine richtige Erklärung und Einführung der Figuren gab es nicht, dafür aber jede Menge Anspielungen und Andeutungen, die mich verwundert haben, schließlich sollte es sich hier doch um den Auftakt einer neuen Krimireihe handeln, folglich also um den ersten Band, oder?
Ein Blick auf die Homepage der Autorin verschaffte mir etwas Erhellung: 2022 hat Stephanie Schuster unter dem Pseudonym Ida Ding bereits die beiden Krimis „Hendlmord“ und „Jungfernfahrt“ im dotbooks-Verlag veröffentlicht, Untertitel: „Muck Halbritter ermittelt 1 bzw. 2“. Demzufolge handelt es sich bei „Obgmurkst“ gewissermaßen wohl schon um Band 3. Da ich aber die beiden vorherigen Krimis nicht kenne, war ich bei der Lektüre oftmals etwas ratlos. Dazu kommt, dass der Humor dieses Krimis leider nicht so ganz der meine war, vieles war mir zu slapstickartig überzeichnet, insbesondere auf der Seite der Bösewichte.
Am Ende kommt es in der Geschichte zu dramatischen Szenen, die ich dann doch mit sehr viel Spannung gelesen habe. Aber insgesamt hat mich das Buch leider nicht so richtig packen können, was meiner Meinung nach vor allem daran lag, dass ich von Beginn an keine richtige Beziehung zu den Protagonisten aufbauen konnte. Schade, denn die Autorin selbst finde ich sehr sympathisch und auch ihre historischen Romane mag ich sehr, einige davon liegen auch noch auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Vielleicht sollte ich demnächst mal die beiden o.g. Ida Ding-Krimis lesen und „Obgmurkst“ dann nochmal von Neuem.
Positiv erwähnen möchte ich noch, dass die Autorin selbst die Illustrationen im Buch beigesteuert hat, die ich sehr passend und sehr witzig finde.
[Als Werbung gekennzeichnet, da Rezensionsexemplar erhalten]


