Winterzauber im kleinen Café an der Mühle

Erstellt am 27.11.19. Kategorie: Buchrezensionen
„Winterzauber im kleinen Café an der Mühle“
von Barbara Erlenkamp
Bewertung
★★★☆☆
Verlag be-eBooks Bastei Lübbe
Buchform Taschenbuch, eBook
Erschienen Oktober 2019
Seiten 274
Erhältlich beiAP Buch Baldham, Buchladen Vaterstetten

Geht Euch das auch so? Es gibt so viele Bücher, deren Titel beginnt mit „das kleine Café / die kleine Bäckerei / der kleine Buch-, Tee-, Brautladen“ usw. und endet mit „am Meer / am Strand / in den Dünen / an der Seine / in den Highlands“ oder an sonst einem romantischen Ort. Ich kann all diese Titel schon gar nicht mehr auseinanderhalten.

Aber ich gestehe: Ich bin total anfällig für die schönen Cover, die meist ein sehr anheimelndes Gebäude in schöner Natur zeigen. Und so greife ich dann eben doch immer wieder mal zu dieser Art von Lektüre. Oft genug werde ich dann ja auch nicht enttäuscht, wie z.B. bei der Valerie Lane-Serie von Manuela Inusa.
Und so rief ich auch gleich „hier!“, als es bei be-eBooks ein Meet & Greet auf der Buchmesse Frankfurt mit Barbara Erlenkamp zu gewinnen gab. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich das Autorenehepaar Christine und Andreas Schulte. Unter seinem Klarnamen schreibt Andreas Schulte Krimis, zusammen mit seiner Frau humorvolle Liebesromane wie das aktuelle Buch „Winterzauber im kleinen Café an der Mühle“, Fortsetzung zu „Das kleine Café an der Mühle.“ Ich muss gestehen, Band 1 kenne ich nicht, aber das Meet & Greet mit dem sehr sympathischen Autorenehepaar war dann doch so nett, dass ich gespannt war auf Band 2, den ich mir bewusst bis November und damit bis zum Beginn der Winterzeit aufgehoben habe.

Hauptfigur des Romans ist Sophie, stolze Besitzerin eines Café-Bistros am Rande von Wümmerscheid-Sollensbach an der Mosel. Die beiden Ortsteile konkurrieren in jeder Hinsicht miteinander und Sophie ist oft genug froh, dass ihr Bistro quasi auf neutralem Boden steht. Nun melden sich beide Orte zum Wettbewerb „Das schönste Weihnachtsdorf“ an, beide Ortsvereine halten ihre Planungstreffen in Sophies Bistro ab und die hat alle Hände voll damit zu tun, die Streithähne voneinander fern zu halten.

Zum Glück erhält sie tatkräftige Unterstützung von ihren Freunden und Mitarbeitern sowie ihrer großen Liebe Peter. Und so zögert Sophie auch nicht, ihrerseits ihrer Freundin Heidi zu Hilfe zu eilen, als deren Tochter Leonie und Enkelin Marie ihren Besuch ankündigen. Leonie ist frisch getrennt und braucht für eine Weile Unterschlupf, den Sophie ihr gerne gewährt. Und vor allem die kleine aufgeweckte Marie schafft es, alle Dorfbewohner und Gäste des Bistros um ihre kleinen Finger zu wickeln.

Doch dann erhält Sophie ein Angebot, das sie in arge Bedrängnis bringt und zu einem ernsten Streit zwischen ihr und Peter führt, im Wettbewerb der beiden Dörfer kommt es zu Sabotageakten, Heidi hat einen schlimmen Unfall und dann ist auch noch Marie verschwunden. Die Ereignisse überschlagen sich und die Adventszeit gestaltet sich alles andere als besinnlich…

Ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich so richtig in die Geschichte hineingefunden habe, es hat mich einfach nicht richtig gepackt. Am Ende wurde es zwar doch noch spannend angesichts der gehäuften dramatischen Ereignisse, aber dennoch war die Geschichte im Großen und Ganzen arg vorhersehbar. Ich fühlte mich nett unterhalten, aber es war auch nicht so, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Dass ich Band 1 nicht kenne, war indes kein Problem, die Vorgeschichte wird, soweit nötig, in Band 2 erläutert, so dass ich in dieser Hinsicht jederzeit gut mitkam.

Fazit: Eine nette weihnachtliche Geschichte, aber leider auch nicht mehr. Im Anhang finden sich noch eine ganze Reihe Plätzchenrezepte, die zum größten Teil direkt aus der Familie der Autoren stammen. Da werde ich bestimmt das eine oder andere Rezept bald mal ausprobieren.