| „Zwei Kaffee auf Zimmer Zwölf“ | |
| von Wolfgang Conradt | |
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Bewertung
★★★★★
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| Verlag | tolino media |
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| Buchform | Softcover |
| Erschienen | August 2025 |
| Seiten | 320 |
| Erhältlich bei | genialokal.de |
Auf der diejährigen Buchmesse Rosenheim habe ich u.a. eine Lesung des Autors Wolfgang Conradt besucht. Er las dort zusammen mit seiner Tochter aus seinem aktuellen Roman „Zwei Kaffee auf Zimmer Zwölf“ und die gelesene Szene hat mich so begeistert, dass ich mir danach umgehend das Buch kaufte.
Darin begegnen sich Jonas und Paula im österreichischen Stubaital – aber was heißt „begegnen“? Paula fällt Jonas vor die Füße, buchstäblich, und dann auch gleich noch in die Arme. Leider landet sie daraufhin im Krankenhaus. So turbulent verläuft also das Kennenlernen der beiden und genau so turbulent geht die Geschichte weiter. Paula arbeitet als Servicekraft in einem Hotel, doch ihre wahre Liebe gehört der Malerei. Allerdings malt sie nur für sich, niemals würde sie sich trauen, ihre Bilder der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Das ändert sich erst, als Vanessa, der umjubelte Stern am Kunsthimmel, für eine Ausstellung in das Hotel kommt, in dem Paula arbeitet. Paula ist aufgeregt, die von ihr bewunderte Vanessa endlich einmal persönlich zu treffen, erst recht, als Vanessa ihr einen ungewöhnlichen Deal vorschlägt.
Auch Jonas kommt zu der Ausstellung, denn er will Paula unbedingt wiedersehen. Im Gegensatz zu Paula jedoch misstraut er Vanessa zutiefst. Dafür hält er umso größere Stücke auf Paulas Werk und setzt alles daran, ihr zu ihrem wohlverdienten Ruhm zu verhelfen. So ist es ihm zu verdanken, dass Paulas Weg nach Rom führt, wo sie von einem bekannten Kunsthändler gefördert wird – aber will sie das überhaupt?
Wie schon in der Lesung in Rosenheim, so war ich auch bei der Lektüre des ganzen Buches begeistert von dem wunderbaren Wortwitz, der vor allem in den Dialogen zwischen Paula und Jonas häufig dafür sorgte, dass ich schmunzeln oder sogar laut lachen musste. Ihre Unterhaltungen sind einfach zu köstlich! Auch sonst wartet die Geschichte mit viel Humor, aber auch mit viel Tiefgang auf: Es gehört schon eine ganze Menge Mut dazu, die eigene Komfortzone zu verlassen und sich mit seinem allerpersönlichsten Werk der öffentlichen Meinung zu stellen. Da konnte ich mit Paula mitleiden und ihre Ängste jederzeit gut nachvollziehen.
Ich habe diesen Roman mit großem Vergnügen gelesen und konnte mir die vielen turbulenten Szenen häufig so bildlich vorstellen, als wäre ich selbst mittendrin. Meiner Meinung nach eignet sich die Geschichte hervorragend dafür, verfilmt zu werden – aber auch der Film in meinem Kopf war schon ein Genuss. Ich hatte auf jeden Fall sehr vergnügliche Lesestunden.
[Werbung, unbezahlt]


