| „Salzburgkiller“ | |
| von Manfred Baumann | |
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Bewertung
★★★☆☆
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| Verlag | Gmeiner |
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| Buchform | Softcover, E-Book |
| Erschienen | August 2026 |
| Seiten | 256 |
| Erhältlich bei | genialokal.de |
Seit langem bin ich ein großer Fan der Salzburg-Krimis rund um Kommissar Merana aus der Feder von Manfred Baumann. Mit „Salzburgkiller“ ist nun der 13. Fall erschienen und natürlich wartete ich schon sehr gespannt auf dieses Buch. Abergläubisch bin ich zwar nicht, aber in diesem Fall hat mir die Zahl 13 leider kein Glück gebracht, denn so ganz konnte mich die Lektüre nicht überzeugen.
Diesmal wird Kommissar Merana zur Seebühne Seeham gerufen. Dort wurde die Leiche des Kabarettisten Vincent Fleck gefunden, der am Tag zuvor dort die umjubelte Vorpremiere seines neuen Programms gefeiert hatte. In diesem Programm geht es um das Thema Künstliche Intelligenz und Flecks ganz großer Durchbruch stand unmittelbar bevor.
Noch während Merana und sein Team ermitteln, geschieht ein zweiter Mord, auf dieselbe Art und Weise wie bei Vincent Fleck. Das Opfer diesmal ist Henning Ploy, ein Unternehmer, der als Dozent zum Thema Künstliche Intelligenz an der Fachhochschule Salzburg tätig war. Es stellt sich heraus, dass Fleck und Ploy Kontakt miteinander hatten, doch wie hängen die beiden Morde zusammen? Ist der Täter oder die Täterin unter den radikalen KI-Gegnern zu finden, die kürzlich eine Vorlesung in der Fachhochschule stürmten? Oder liegt das Motiv ganz woanders?
Ich fand den Kriminalfall an sich sehr spannend und tappte selbst lange Zeit im Dunkeln, bevor mich eine Ahnung beschlich, wer denn der oder die Täter*in sein könnte. Dennoch sprang der Funke bei mir diesmal leider nicht über und ich grüble, warum das so war. Irgendwie bin ich mit Merana selbst diesmal nicht so recht warm geworden, er blieb mir irgendwie fremd und unnahbar. Auch das Thema KI, das ja seit geraumer Zeit überall ausgiebig diskutiert wird, war mir hier zu oberflächlich und zu einseitig dargestellt.
Außerdem fehlte mir das Lokalkolorit, das für mich bisher den besonderen Charme dieser Krimireihe ausmachte. Die bisherigen Fälle nahmen meist direkten Bezug auf bekannte Salzburger Sehenswürdigkeiten wie den Mirabellgarten, das Schloss Hellbrunn, das Festspielhaus, das Marionettentheater und etliche andere. Das hat mir so gut gefallen, dass ich sogar schon mehrere Ausflüge auf den Spuren von Kommissar Merana nach Salzburg unternommen habe. Diesmal hätte die Geschichte aber im Prinzip überall spielen können, weder die Seebühne Seeham noch die Fachhochschule Salzburg standen derart im Mittelpunkt des Geschehens, wie das bei anderen Tatorten in den früheren Krimis der Fall war.
Leider ist dies nach dem Vorgänger „Salzburgwut“ nun schon der zweite Merana-Krimi in Folge, der mich nicht hundertprozentig überzeugen konnte. Aber wie ich mich kenne, werde ich der Reihe dennoch weiterhin treu bleiben. Und so hoffe ich schon jetzt auf einen mitreißenden 14. Fall im kommenden Jahr.
Hier alle Bände der Serie in chronologischer Reihenfolge:
- Jedermanntod (2010)
- Wasserspiele (2011)
- Zauberflötenrache (2012)
- Drachenjungfrau (2014, dieser Krimi wurde 2015 für das ORF verfilmt)
- Mozartkugelkomplott (2015)
- Todesfontäne (2018)
- Marionettenverschwörung (2019)
- Jedermannfluch (2020)
- Salzburgsünde (2021)
- Salzburgrache (2022)
- Mörderwalzer (2023)
- Salzburgwut (2025)
- Salzburgkiller (2026)
[Als Werbung gekennzeichnet, da Rezensionsexemplar erhalten]


