| „Van Gogh“ | |
| von Isabel Kuhl | |
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Bewertung
★★★★★
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| Verlag | Prestel |
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| Buchform | Softcover |
| Erschienen | März 2026 |
| Seiten | 112 |
| Erhältlich bei | genialokal.de |
Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich hier voller Begeisterung das Buch „Monet“ aus dem Prestel-Verlag vorgestellt. Ganz am Ende hatte ich geschrieben: „Mir gefällt dieses Buch ausnehmend gut – so gut, dass ich mir vorgenommen habe, mir auch noch weitere Bücher aus dieser Reihe zu gönnen.“
Zu meiner großen Freude ist nun ganz neu in dieser Buchreihe auch ein Band über Vincent van Gogh (30.03.1853 – 29.07.1890) erschienen. Das passte für mich perfekt, weil ich gerade in München in einer immersiven Van Gogh-Aussstellung war (mehr dazu am Ende dieses Blogbeitrags), da war dieser Bildband die ideale Ergänzung. Er beinhaltet 2 schwarz-weiße und 63 farbige Abbildungen, allesamt in sehr guter Qualität, und hat das handliche Format 20,9 cm x 16,9 cm.
Das Buch ist vom Grundsatz her genauso aufgebaut wie das Buch über Monet: Nach der Einleitung gibt es ein 30 Seiten langes Kapital über van Goghs Leben, schon dieses enthält eine Vielzahl von Abbildungen. Dann folgt ein sehr ausführliches Kapitel über seine Werke, wobei auf jeder Doppelseite immer rechts das Werk abgebildet ist und auf der linken Seite die Erläuterungen dazu stehen. Hier wird die enorme Bandbreite van Goghs deutlich: Es gibt Bilder von Landschaften, Porträts, auch etliche Selbstporträts, und Stillleben, hier dürfen natürlich auch die berühmten Sonnenblumen nicht fehlen.
Vincent van Gogh und sein Bruder, der Kunsthändler Theo van Gogh, kommen auch in der Montmartre-Dilogie von Marie Lacrosse vor, die ich im vergangenen Jahr mit großer Begeisterung gelesen habe. Daher wusste ich schon ein bisschen was über das Leben des Künstlers, mehr habe ich dann in der Ausstellung und schließlich in diesem Buch gelernt. Dieses Leben war von vielen Höhen und Tiefen geprägt und vor allem von seiner Krankheit, über die bis heute spekuliert wird – man geht davon aus, dass er unter einer Form von Epilepsie litt, vermutlich einhergehend mit Depressionen.
Zeit seines Lebens stand Vincent in engem (brieflichen) Austausch mit seinem Bruder Theo und dessen Frau Johanna. Diese Briefe sind fast vollständig erhalten und vermitteln heute einen sehr guten Einblick in das Denken und Schaffen des Künstlers. Theo ist nur ein halbes Jahr nach Vincent verstorben, seine Frau Johanna hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Gedenken an die beiden Brüder wach zu halten. Gestern hätte Vincent van Gogh übrigens seinen 173. Geburtstag gefeiert.
Einige Abbildungen aus dem Buch (mit freundlicher Genehmigung des Prestel-Verlages):
Dies ist ein Buch, in dem man immer wieder schmökern kann. Ich liebe die Bilder von van Gogh und werde nicht müde, mir die Abbildungen seiner Werke anzuschauen – erst recht, da der Platz an unseren heimischen Wänden leider nicht ausreicht, um Kunstdrucke von allen seinen schönen Bildern aufzuhängen 😉
Sehr gerne erinnere ich mich auch an die tolle Ausstellung im „Utopia“ in München (wo ich übrigens zuvor auch schon eine ebenso sehenswerte immersive Ausstellung über Monet gesehen habe). Ich liebe es, dass man dort im wahrsten Sinne des Wortes in die Werke eintauchen und sich selbst als Teil der Gemälde fühlen kann. Leider ist die Van Gogh-Ausstellung in München nur noch bis zum 19. April zu sehen, es handelt sich aber um eine Wanderausstellung, also haltet die Augen offen, falls die Ausstellung auch mal bei Euch in der Nähe stattfindet. In Berlin etwa wurde sie nun bis zum 14. Juni verlängert. Aber auch die anderen immersiven Ausstellungen des Veranstalters Alegria Exhibition sind sehenswert, informiert Euch gerne auf deren Webseite, dort gibt es auch tolle Videos zu den einzelnen Ausstellungen.
Hier ein paar meiner Fotos aus der großartigen Van Gogh-Ausstellung in München:
[Als Werbung gekennzeichnet, da Rezensionsexemplar erhalten]


















