Alibi al dente

Erstellt am 9.6.26. Kategorie: Buchrezensionen
„Alibi al dente“
von Anja Rauter
Bewertung
★★★★★
Verlag Gmeiner
Buchform Softcover, E-Book
Erschienen Juni 2026
Seiten 368
Erhältlich beigenialokal.de

Von der Autorin Anja Rauter habe ich bereits ihre beiden Krimis „Kaffee mit Schuss“ und „Ausgeträllert“ auf meiner Merkliste, bin aber leider bisher noch nicht dazu gekommen, sie zu lesen. Als ich nun jedoch erfahren habe, dass sie eine neue Cosy Crime-Reihe startet, die im wunderschönen Triest spielt, gab es für mich kein Halten mehr und ich musste den ersten Band „Alibi al dente“, der morgen offiziell erscheint, unbedingt sofort lesen. Schließlich habe ich an Triest ganz wunderbare Urlaubserinnerungen.

Auch Protagonistin Rosa hat sich in Triest verliebt, so sehr, dass sie von Wien hierher gezogen ist und in der Hafenstadt eine Eventagentur eröffnet hat, mit der sie Veranstaltungen wie Geburtstage, Hochzeitsfeiern, Firmenjubiläen und ähnliches organisiert. Nur leider schuldet ihr ihr letzter Auftraggeber noch jede Menge Geld. Als Bruno Benotti telefonisch nicht erreichbar ist, suchen Rosa und ihre Assistentin Alessia ihn auf seiner Jacht – und finden ihn dort erschossen auf. Neben ihm liegt ein Abschiedsbrief, doch Rosa zweifelt daran, dass es tatsächlich ein Selbstmord war, denn sie findet in dem Abschiedsbrief etwas, was sie für einen versteckten Hinweis hält.

Die Polizei lacht sie allerdings nur aus, deshalb beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln. Unterstützt wird sie dabei nicht nur von Alessia, sondern auch von den Caffè-Bar-Betreibern Francesco und Maria sowie von Enzo, Alessias Freund. Denn wie heißt es so schön im Buch: „Es braucht nur einen Menschen, um einen feigen Mord zu begehen – aber eine ganze Stadt, um ihn aufzuklären.“ (Zitat)

Allerdings hat die naheliegendste Verdächtigte ein hieb- und stichfestes Alibi, ein „Alibi al dente“ sozusagen. Auch andere Spuren verlaufen im Sand und sowohl die Polizei als auch Rosa und ihre Freunde müssen zähneknirschend einsehen, dass es wohl doch ein Selbstmord war. Doch dann gibt es einen zweiten Todesfall, das Opfer ist ein Jugendfreund von Bruno – hängen die beiden Fälle zusammen?

Die Autorin Anja Rauter hat ab sofort einen neuen Fan! Ich war von der ersten Seite an so im Sog dieser Geschichte, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte und bis nachts um zwei gelesen habe. Leider sind mir dann die Augen zugefallen, aber am nächsten Morgen um sechs Uhr war ich wieder wach und habe sofort die letzten 20 Seiten gelesen.

Neben dem wirklich spannenden Kriminalfall, bei dessen Auflösung ich lange im Dunkeln tappte, besticht das Buch mit sehr sympathischen Figuren, die man sofort gern haben muss. Und dann sind da vor allem die wunderbaren Beschreibungen von Triest! In der Geschichte kommen viele Orte vor, die auch wir in unserem Urlaub gesehen haben: vor allem natürlich die wunderbaren Kaffeehäuser, die schönen Plätze mit ihren Prachtbauten, der Hafen, die Molo Audace, von der aus man so herrlich die Sonnenuntergänge über der oberen Adria genießen kann, das Schloss Duino und und und … ich habe das alles bildlich vor mir gesehen, habe den Kaffeeduft gerochen und die leckeren Pistazien-Cornetti förmlich auf der Zunge zergehen lassen.

Ich freue mich jetzt schon sehr auf hoffentlich viele weitere Bände dieser neuen Krimireihe und kann den ersten Band von Herzen empfehlen. Und nun muss ich unbedingt bei nächster Gelegenheit endlich die beiden älteren Bücher der Autorin lesen.

Ebenfalls in Triest, allerdings im beginnenden 20. Jahrhundert, spielt die historische Krimireihe von Günter Neuwirth. Die ersten fünf Bände habe ich mit großer Begeisterung gelesen, der sechste hat mich allerdings sehr enttäuscht. Umso mehr freue ich mich also über diese neue Krimireihe von Anja Rauter.

[Als Werbung gekennzeichnet, da Rezensionsexemplar erhalten]