Seit vielen Jahren bin ich ein großer Fan der Bücher von Gisa Pauly. Gerade hat die Autorin mit „Windjammer“ den 20. Band ihrer Krimireihe rund um Mamma Carlotta veröffentlicht und nun kam die Autorin endlich, endlich mal für eine Lesung nach München! Da sie in Münster lebt und ihre Krimis auf Sylt spielen, finden üblicherweise auch ihre Lesungen eher in der nördlichen Hälfte Deutschlands statt und so hatte ich bisher nur auf den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt die Gelegenheit gehabt, die Autorin auch einmal persönlich zu treffen.
Doch nun lud das Krimifestival München zu einer „Sylter Kriminacht“ mit Gisa Pauly in das Münchner Theater Drehleier – logisch, dass ich mir dafür gleich nach Bekanntwerden des Termins Karten besorgte und mich dann schon Monate im voraus auf diese Lesung freute. Meinen Mann hatte ich „zwangsverpflichtet“, mich zu begleiten, aber auch ihm hat die Lesung sehr gut gefallen. Wir saßen zwar leider ziemlich weit hinten, hatten von dort aber einen sehr guten Rundumblick, nur das Licht war dann für meine Kamera doch zu schlecht, um näher ran zu zoomen:
Im ausverkauften Theatersaal saßen dem Vernehmen nach viele eingefleischte Mamma Carlotta-Fans, doch Gisa Pauly stellte dennoch auf sehr amüsante und unterhaltsame Weise das Personal ihrer Krimireihe vor, so dass auch diejenigen, die die Serie bislang noch nicht kennen, bei den folgenden Lesestellen problemlos mitkamen. Gisa Pauly las einige Passagen aus „Windjammer“, dazwischen erzählte sie aber auch von den früheren Bänden und von der Entwicklung, die ihre Figuren im Laufe der Zeit gemacht haben – oft auch ganz eigenwillig, sozusagen gegen den Willen der Autorin.
Herrlich amüsant beschrieb sie z.B. die verschiedenen Freundinnen des Kommissars Erik Wolf, Mamma Carlottas Schwiegersohn, und den Werdegang seiner beiden Kinder. So sei die Anregung, Sohn Felix nach dem Abitur eine Kochlehre absolvieren zu lassen, tatsächlich aus ihrer Leserschaft gekommen, während eine Journalistin (ich war’s nicht!) die Staatsanwältin Tilla Speck als neue Liebe für Erik ins Spiel gebracht hatte. Ein klein wenig spoilerte Gisa Pauly auch schon aus dem nächsten Mamma Carlotta-Band. Ich verrate nichts davon, nur so viel: Es geht um das Lokal „Palermo“, dessen Wirt Mamma Carlotta schöne Augen macht.
In der Pause und nach der Lesung signierte Gisa Pauly eifrig Bücher. Ich hatte mir dafür extra eines meiner Bücher von Zuhause mitgebracht, allerdings keinen Mamma Carlotta-Krimi, weil ich die letzten Bände als E-Books gelesen habe, sondern ich entschied mich für ihren Roman „Fräulein Wunder“, den ich auch sehr geliebt habe – zumal ein Teil der Handlung im Ort Achim bei Bremen spielt, wo eine Tante meines Mannes gelebt hat.
Im Anschluss ergab sich noch die Gelegenheit für gemeinsame Fotos – vielen Dank an die Verlegerin des Piper-Verlags, die dafür auf meinem Handy auf den Auslöser gedrückt hat!
Wir waren uns alle einig, dass Gisa Pauly künftig gerne häufiger für Lesungen in den Süden der Republik kommen darf – die „Sylter Kriminacht“ darf gerne zum festen Bestandteil des Krimifestivals München werden, der ausverkaufte Theatersaal ist dafür doch ein überzeugendes Argument, oder?







