| „Mords-Schmäh“ | |
| von Monika Nebl | |
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Bewertung
★★★★★
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| Verlag | EyeDoo Publishing |
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| Buchform | Softcover, E-Book |
| Erschienen | März 2026 |
| Seiten | 224 |
| Erhältlich bei | genialokal.de |
Die Autorin Monika Nebl kenne ich vor allem als eine der Organisatorinnen der Buchmesse Rosenheim, die übrigens heuer im April zum dritten Mal stattfinden wird. Daher weiß ich auch, dass Monika Nebl u.a. humorvolle Krimis rund um die eigenwillige Ermittlerin Minnie schreibt, die im schönen Wasserburg am Inn spielen. Bei der Rosenheimer Buchmesse 2024 las Moni einen kleinen Ausschnitt aus „Mords-Partie“, dem fünften Band ihrer Krimiserie, und im Jahr 2025 aus „Mords-Malefiz“, dem achten Band. Seitdem habe ich fest vor, die ganze Buchreihe mal von Anfang an zu lesen, bin nur leider bisher nicht dazu gekommen.
Nun ist gestern mit „Mords-Schmäh“ bereits der zehnte Band der Reihe erschienen! Die Autorin hat mir ein Vorab-Exemplar zukommen lassen und so bin ich nun also endlich in die Serie eingestiegen – besser spät als nie 😉
In dieser Folge unternimmt Minnie zusammen mit ihrer Mutter Traudl eine zweitägige Busreise nach Wien. Ihre Freude auf die Reise wird leider durch einige der Mitreisenden etwas geschmälert. So ist zufällig auch das recht hochnäsige Besitzerehepaar des Reitstalls mit an Bord, in dem Minnies Tochter einen Ferienreitkurs belegen möchte. Außerdem einige nervige Freundinnen von Traudl sowie ein etwas schrulliges, unbeholfenes Paar, dessen männliche Hälfte Steff unterwegs gleich mehrmals verloren geht. Tja, und als er dann endlich gefunden wird, wird zeitgleich ein Toter entdeckt, der ebenfalls aus Wasserburg stammt. Die Todesumstände und vor allem die Auffindesituation geben etliche Rätsel auf.
Da der Tote aus Deutschland stammt, wird die Wasserburger Polizei hinzugezogen. Und die ist mittlerweile durchaus dankbar für Minnies Unterstützung, schließlich hat sich ihre Spürnase schon in neun vorherigen Kriminalfällen bewährt. Doch diesmal tappt auch Minnie lange im Dunkeln und mir als Leserin ging es ebenso. Verdächtige gibt es viele, Motive eher weniger, wobei das Opfer kein sehr sympathischer Zeitgenosse war. Zwischen Bustouristen, Wiener Schmäh und Wasserburger Reiterhof ermittelt Minnie hartnäckig, bis sie am Ende selbst in Gefahr gerät.
Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen, ich mochte den Schreibstil der Autorin ebenso wie die Protagonistin und der Kriminalfall an sich war sehr spannend, ich tappte wie erwähnt lange im Dunkeln und hatte keine Ahnung, wer denn nun der oder die Täter*in sein könnte. Sehr schön fand ich, dass die Autorin bei ihren Schilderungen vom Reiterhof auch einige wichtige Aspekte zum Tierschutz mit einfließen ließ, die geschickt mit der Handlung verwoben wurden. Die Sprache ist leicht verständlich, meines Erachtens auch für Leser*innen von jenseits des Weißwurstäquators 😉 Für alle Fälle gibt es im Buchanhang aber noch ein Glossar, in dem etliche bayerische Ausdrücke und Redewendungen erklärt werden. Eine Übersichtskarte von Wasserburg sowie ein Kochrezept finden sich ebenfalls am Ende des Buches.
Mir hat diese Lektüre viel Freude bereitet und ich habe nun noch mehr Lust, diese Krimireihe nach und nach in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Ich bin zwar bei diesem zehnten Band auch ohne Vorkenntnisse gut mitgekommen, möchte nun aber gerne mehr über Minnie und ihre Familie erfahren.
Mehr zur Autorin, die unter Pseudonym auch in anderen Genres unterwegs ist, gibt es auf ihrer Homepage. Dort findet man auch eine Übersicht der bisherigen Minnie-Krimis in chronologischer Reihenfolge. Kleiner Extra-Tipp: Wer sich zu ihrem Newsletter anmeldet, erhält eine Gratis-Kurzgeschichte der Krimi-Minnie als Dankeschön.
[Als Werbung gekennzeichnet, da Rezensionsexemplar erhalten]


